Elisa Rubio | Kunstvermittlung
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Kunstvermittlung

Sinn stiften – Emotionen wecken – Spuren hinterlassen

Es ist offensichtlich, dass die in der Kunstpädagogik angewandten Methoden und aufgegriffenen Praktiken nur selten mit der zeitgenössischen Kunst in Berührung kommen, und genau das gilt es zu ändern.
(Maria Acaso: From Art and Education to artEducation: Die Bildungsrevolution erreicht die Kunstpädagogik, 2016 )

 

„Erfolgreiche“ Kunstvermittlung bedeutet für mich, dass sich bei den Besuchern kein Gefühl der Gleichgültigkeit einstellt, sobald sie die Ausstellungsräume wieder verlassen haben, sondern dass sie aus ihren Erfahrungen etwas in den Alltag hinübernehmen.

Mit diesem Anspruch konzipiere, gestalte und realisiere ich meine Projekte, Kurse und Workshops in bzw. für Museen, Galerien und Kultureinrichtungen.

Meine didaktische Arbeit beruht dabei auf drei Prinzipien, die für mich zugleich die wesentlichen Ziele im Bereich der Kunstvermittlung darstellen: Sinn stiften, Emotionen wecken und Spuren hinterlassen. Bei all meinen Aktivitäten bemühe ich mich darum, diesen drei Zielen aufs beste gerecht zu werden. Meiner Erfahrung nach gelingt dies vor allem dann besonders gut, wenn entsprechende Inhalte auf eine praktische, d.h. vor allem greifbare Art und Weise vermittelt werden, die möglichst “nahe” an den Lebenswirklichkeiten der Besucher ausgerichtet ist.

Meine Methodik: Kunst erfahrbar machen.

Jedes künstlerische Projekt und jede Ausstellung, jeder Kontext und jedes Publikum zeichnet sich durch entsprechende Besonderheiten aus. Aus diesem Grund müssen sie jeweils auch spezifisch “adressiert” werden. Gleichzeitig – das wiederum zeigen neurowissenschaftliche Studien im Bereich der Didaktik – wird Wissen vor allem dann nachhaltig vermittelt, wenn es aktiv erlernt wird.

Meine Heransgehensweise zielt daher auf die Entwicklung, Gestaltung und Implementierung umfassender und praxisorientierter “pädagogischer Strategien” ab, die einerseits spezifisch auf die zu vermittelnden Inhalte zugeschnitten sind und die andererseits aus dem reichhaltigen Angebot schöpfen, das uns zeitgenössische Kunstformen, künstlerisches Denken oder auch das Feld der Neurodidaktik bereitstellen.

Kern jeder pädagogischen Strategie bildet dabei eine “Serie von Erfahrungen”, die aus einzelnen, aufeinander aufbauenden und (meist) praxisorientierten Aktivitäten besteht: nahe am Menschen, reflektiert, facettenreich, unterhaltend und kollaborativ. Im kunstpädagogischen Sinne stellen diese individuell konzipierten Aktivitäten so etwas wie meine kreativen Werkzeuge” dar, durch deren Anwendung Kunst im Sinne einer “artEducation” erfahrbar wird. Sie reichen je nach Ausstellung von künstlerischen Techniken über didaktische Übungen bis hin zu inhaltliche Reflexionen, und helfen mir dabei, eine Brücke zwischen den ausgestellten Arbeiten und ihren Besuchern zu bauen.

 

Mit Hilfe der von mir konzipierten Aktivitäten versuche ich, die Besucher bzw. Teilnehmerinnen gemäß ihren Vorkenntnissen, Kontexten und Talenten entsprechend zu fordern statt sie zu berieseln. Mein Ziel ist es, dass sie die Erfahrungen in meinen Kursen oder Workshops als moderate Herausforderungen wahrnehmen, die sich meistern lassen und die sie persönlich oder als Gruppe weiterbringen (auch dies begünstigt positive Lerneffekte).

Gleichzeitig fokusiere ich meine Aktivitäten nicht darauf, dass die Teilnehmer nur “schöne” Arbeiten produzieren, die sich dann zwar zu Hause an die Wand hängen lassen, die aber letztlich “erfahrungsleer” bleiben. Selbstverständlich werden Arbeiten in meinen Kursen auch immer wieder (ästhetisch) ansprechend gestaltet. Dies ist aber nicht das primäre Ziel meiner Philosophie eines prozessorientierten Lernens und Gestaltens. Wichtiger ist, dass Arbeiten aus einem persönlichen Reflexionsprozess entstehen, der je nach Aktivität individuell oder als Gruppe stattfinden kann, und durch den die produzierten Arbeiten für die Teilnehmenden eben auch inhaltlich Sinn und Bedeutung bekommen.

Meine Prinzipien und Ziele

  • “Sinn stiften”: Im Rahmen der Kunstvermittlung ist es mein oberstes Ziel, künstlerische Aktivitäten zu konzipieren, die inhaltlich Bezug auf die Arbeiten oder Ausstellungen nehmen und über kreative Prozesse dabei helfen, diese zu verstehen und zu interpretieren. Selbstverständlich wird – je nach Zielsetzung in unterschiedlichem Maße – dabei auch theoretischer Inhalt vermittelt, z.B. über die Künstler, die Entstehungskontexte von Arbeiten oder deren Rezeptionsgeschichte. Allerdings hab ich es mir zum Ziel gesetzt, auch diese (theoretische) Wissensvermittlung so gut es geht in eine sinnstiftende Praxis einzubetten.Zum einen pädagogisch in Form von Aktivitäten, die auf ein aktives Lernen ausgelegt sind. Mit Hilfe von “kreativen Werkzeugen” möchte ich Kunst “sinnlich” greifbar machen, sie mit den Besuchern und Teilnehmerinnen “händisch” schaffen, um so den Fokus vor allem auf den dynamischen Entstehungsprozess von Arbeiten zu legen statt sie nur als künstlerische (End-)Produkt in den Blick zu nehmen.Zum anderen anthropologisch, indem ich versuche, Bezüge zum Alltag zu schaffen. Aktivitäten werden – wo möglich – implizit oder explizit in Beziehung gesetzt zu aktuellen oder historischen Themen aus Kultur, Politik und Gesellschaft. Dabei suche ich bewusst Berührungspunkte zu anderen Disziplinen, Medienformen und Wissensbereichen aus den sozialen Kontexten meiner Besucherinnen und Teilnehmer. Auf diese Weise möchte ich Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit Kunst und künstlerischen Prozessen ermöglichen, die ihnen im positiven Sinne etwas “bedeuten”, für sie also einen “Sinn” bekommen.
  •  “Emotionen wecken”: Dieses Ziel nimmt Bezug auf aktuelle neurodidaktische Studien, die Hirnforschung und Pädagogik zusammendenken und die die Bedingungen nachhaltigen Lernens erforschen (so z.B. am TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Uniklinik Ulm). Eine der wesentlichen Erkentnisse dieser Studien: Lernen ist ein emotionaler Prozess, der dann besonders gut funktioniert, wenn Gefühle und Emotionen (positiv) in den Prozess des Erlernens eingebunden sind.Eine entscheidende Rolle bei diesem Prozess spielt im Gehirn die sogenannte Amygdala (Corpus amygdaloideum). Hierbei handelt es sich um einen verhältnismäßig kleinen Teil des Limbischen Systems, das u.a. für die Bewertung von Informationen (neu/bekannt, wichtig/unwichtig, angenehm/zu vermeiden usw.) verantwortlich ist. Aufgabe der Amygdala ist es, unsere wahrgenommene Welt mit Gefühlen auszustatten, d.h. Erfahrungen emotional zu programmieren.Neurodidaktisch gesprochen gilt es folglich, Lernerfahrungen im Gehirn auf “neu”, “wichtig” und “angenehm” zu programmieren, indem Lernkontexte entsprechend gestaltet werden. Wir müssen den Bereich der Amygdala stimulieren, sie “scharf machen” – “poner cachonda a la amígdala” – wie dies der Direktor des Masterstudienganges “Neurodidáctica” an der “Universidad Rey Juan Carlos” in Madrid, José Ramón Gamo, ausdrückt. Der Schlüssel hierzu sind Emotionen. Die Aktivitäten für meine Besucher und Teilnehmerinnen sind genau daraufhin konzipiert: einen emotionalen Funken zu entfachen, um so positive Lernerfahrungen zu ermöglichen.
  • “Spuren hinterlassen”: Dieses Ziel verweist auf meinen Wunsch, etwas in den Menschen zu hinterlassen, das bleibt, das sie mitnehmen, wenn wir das Licht ausmachen. Auf keinen Fall sollen sie teilnahmslos oder gar gleichgültig nach Hause gehen. Vielmehr möchte ich, dass sie sich über ihre bei mir gemachten Erfahrungen auch als Person bereichert fühlen.Hiermit ziele ich, wenn man so will, auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung meiner Besucherinnen und Teilnehmer ab und wähle bewusst Themen oder Zugänge, die sie interessieren (können) und mit deren Hilfe sie – wie bereits beschrieben – Verbindungen zu ihren Lebenswirklichkeiten herstellen können. Für die Kunstvermittlung eröffnet ein solches “Art Thinking” ein völlig neues Feld “interessanter Lösungen, die uns helfen, mit unserer Realität umzugehen”.Die Kernidee basiert auf dem “Auflösen der Grenzen zwischen Kunst und Pädagogik”. Ein solches Auflösen bietet das Potential, emanzipatorisches Wissen für die Besucherinnen und Teilnehmer zu generieren, das sie aus ihrer eigenen Komfortzone holt und mit dessen Hilfe sich letztlich auch gesellschaftliche Entwicklungen wie z.B. Effizienzstreben und Konkurrenzdenken kritisch hinterfragen lassen, aber eben auf eine praktisch-greifbare Art und Weise: sei es indem ich ihnen Mittel und Wege eröffne, der eigenen Kreativität im Alltag (wieder) Raum zu geben, oder indem ich kollaborative Aktivitäten konzipiere, die das Miteinander, den Teamgeist und das gemeinsame Gestalten fördern (vgl. WandArt: Partizipiative Kreativität).

An wen richtet sich mein Angebot?

  • Museen und Galerien
  • Kunst- und Kultureinrichtungen
  • Organisationen, Verbände und NGOs (mit dem Interesse, über Aktivitäten im Bereich der Kunstvermittlung mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten)
  • Private Unternehmen und HR-Abteilungen (z.B. zu Team-Building-Maßnahmen)

Interesse an einem Kurs, Projekt oder Workshop im Bereich Kunstvermittlung?

Gerne erstelle ich ein individuelles Angebot oder wir klären gemeinsam noch offene Fragen.

Die Vorteile für meine Auftraggeber

  • positiver Impakt über ein begeistertes Publikum
  • erwünschte Bildungseffekte werden potenziert
  • angenehme und praxisorientierte Vermittlung von (Ausstellungs-)Inhalten
  • “Empowerment” der Teilnehmer, die diese Inhalte über ihre Erfahrungen zu ihren eigenen Inhalten machen
  • Entstehung eines Zugehörigkeitsgefühls, d.h. Community-Building
  • Positive und langfristige Bindungen an die Institution
  • als Nebenprodukt entsteht ein interessantes und authentisches Image nahe am Menschen (Dokumentationen der Kurse und Workshops möglich)

Die Vorteile für Teilnehmer

  • sie experimentieren in den Bereichen Kreativität, Praxis und Reflexion
  • ich biete ihnen einen Raum, sich frei auszudrücken (ohne Zwang und Bewertungsdruck)
  • sie sind nicht alleine, sondern nehmen an kollaborativen Aktivitäten teil
  • sie lernen künstlerische Arbeiten zu interpretieren und deren Produktion zu verstehen
  • mit Hilfe von Ausdrucksweisen der (zeitgenössischer) Kunst lernen sie außerdem über sich selbst bzw. über ihr eignes Tun in Arbeit und Alltag